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KLEINE AUSSTELLUNGEN AM TAUSCHTAG

Versuch einer Wiederbelebung der "kleinen Sonderschau"

Dietmar Jakely wird heuer 5 Ausstellungen zusammenstellen und diese in seiner kleinen, gut mit Licht ausgestatteten Vitrine präsentieren. Jeweils eine "Kleine Sonderschau" ist für die Monate Februar, April, Juni, September und November geplant (Ankündigungen siehe unten).

Dietmar Jakely will die "Kleine Sonderschau" auch in Zukunft betreuen und denkt dabei an die jährliche Bespielung durch Interessierte. Einzelpersonen, Sammlerpaare oder kleine Teams könnten jeweils ein Jahr lang ihre Vorlieben oder Sammlungsstücke an selbst gewählten Terminen präsentieren. Ein etwa zweimonatiger Rhythmus wird dabei angestrebt. Und wer will, kann einhergehend vielleicht auch sein Tauschmaterial anbieten.

Tauschtag 1. Februar 2020:

"Die Kluft am Rücken der Moosalm"

Im Herbst 1985 entdeckte Dietmar Jakely eine verstürzte Bergkristallkluft im Amphibolit-Rücken der Oberen Moosalm im Reißeckgebiet der Hohen Tauern in Kärnten. Der Inhalt konnte damals in zwei Tagen gemeinsam mit Josef Taucher geborgen werden. Der Kluftinhalt war verstürzt und wir fanden viele Einzelkristalle und sehr wenige Stufen. Beinahe alle Kristalle waren "alt beschädigt" und die Anwachsstellen einzelner "loser" Kristalle waren oft wieder verheilt. Doch die Größe so mancher Kristalle tröstete uns darüber hinweg. Der größte Kristall misst immerhin 45 cm. Die kleine Sonderschau zeigt viele Stücke aus dem Anteil des Finders.

Tauschtag 4. April 2020:

"Eine Albitkluft auf der Soboth"

Im Frühjahr 1985 verbrachten Hildegard Könighofer, Dietmar Jakely und ihr damals neunjähriger Sohn Bertram einen gemütlichen Wandertag am Gradischkogel auf der Soboth. Am Südhang befinden sich ehemalige Quarzabbaue knapp an der Landesgrenze zum Großteil in Kärnten. Die Lagerstätte war uns gut bekannt und der Rückweg musste unbedingt an den ehemaligen Schürfen vorbeiführen. Östlich von zwei großen Tagverhauen befindet sich ein kleiner auf steirischem Boden. Hier lagen in der Wegböschung einige Feldspatkristalle herum. Die Herkunft, eine "Tasche" im Pegmatit, wurde am Kontakt von Quarzgang zu Nebengestein lokalisiert und darin etwa hundert lose Albit-Zwillinge und wenige Gruppen geborgen. Als Begleitmineralien fanden sich ein paar kleine Bergkristalle, zwei limonitisierte Pyritkristalle und einige Stüfchen mit weniger schönen, doch mehrere Zentimeter Lagen der Rutil-Varietät Sagenit.

Tauschtag 4. Juli 2020:

"Quarz: Varietäten und Paragenen"

Zusammengestellt werden eine Auswahl von selbst gesammelten und gekauften SiO2-Mineralien. Von derbem Quarz (als Träger von Erzen oder z.B. auch Pegmatitmineralien) über kristallisierte Formen in Gesellschaft weiterer Mineralien über unterschiedliche Farbvarietäten und Ausbildungsformen von Bergkristall, Rauchquarz, Morion, Rosenquarz und Amesthyst. Neben Anschliffen von Chalcedon, Achat, Karneol oder Opal wird Radiolarit und Hornstein als Rohmaterial und als bearbeitetes Werkzeug aus dem Neolithitikum zu sehen sein.

Tauschtag 12. September 2020:

"Eisenblütenkästchen und Vasen vom Steirischen Erzberg"

Diese meist in historischer Zeit angefertigten Pretiosen stammen aus Eisenerz in der Steiermark bzw. vom Steirischen Erzberg. Wie ihr Name schon verrät, zeigen diese Eisenblütenkästchen jeweils so genannte "Eisenblüten", einer Varietät des Minerals Aragonit (CaCO3). Ergänzt wird die kleine Schau mit einigen Vasen, die aus der Werkstatt des schon vor längerer Zeit verstorbenen Sammlerfreundes Herbert Strimitzer aus Rottenmann stammen, der Vasen und andere Gebrauchsgegenstände auch aus Mineralien und Gesteinen vom Steirischen Erzberg anfertigte.

Tauschtag am 7. November 2020:

"Abbauorte und Werkstoffe"

Die vor wenigen Jahren bereits einmal in ähnlicher Form präsentierte Ausstellung zeigt wieder eine Zusammenstellung von alten Postkarten mit Abbildungen von Abbauorten (also Steinbrüche, Halden, Stollen, Tagbaue, Werksgebäude und Hüttenbetriebe) sowie der dort abgebauten Werkstoffe oder Mineralien (Erze und so genannte Industriemineralien). Dabei werden wieder heimische wie auch internationale Abbauorte und Werkstoffe zu sehen sein.